Platz 1 (Profi-Klasse): Original Prusa XL im Test – Das Multi-Tool-Wunder

Original Prusa XL mit 5 Toolheads Der Original Prusa XL mit seinem beeindruckenden Werkzeugwechsler-System (Toolchanger).

Wenn Geld keine Rolle spielt und man die absolute Spitze des Multi-Material-Drucks sucht, führt kein Weg am Prusa XL vorbei. Er verfolgt einen komplett anderen Ansatz als Bambu Lab oder Anycubic. Aber ist der astronomische Preis gerechtfertigt? Und was ist mit den Kinderkrankheiten, von denen man oft auf YouTube hört? Wir klären auf.

Geeignet für:
• Enthusiasten & Kleinunternehmen
• Komplexe Materialkombinationen (z.B. TPU + PLA)
• Drucker, die null Filament-Müll wollen
Preis-Leistung:
⭐⭐⭐ (3/5) – Genial, aber extrem teuer

1. Das Toolchanger-System: Kein Müll, endlose Möglichkeiten

Während Systeme wie das Bambu AMS oder Anycubic ACE das Filament abschneiden, zurückziehen und die Düse freispülen müssen (was viel Zeit kostet und Unmengen an Plastikmüll produziert), wechselt der Prusa XL einfach den kompletten Druckkopf. Du kannst ihn mit bis zu 5 separaten „Toolheads“ ausstatten.

Der direkte Vergleich zum A1: Bei meinem Bambu Lab A1 kann ich kein weiches TPU über das AMS drucken – das würde sich sofort verklemmen. Der Prusa XL lacht darüber. Da jeder Druckkopf seinen eigenen Extruder und seine eigene Düse hat, kannst du in einem einzigen Druck PLA, weiches TPU und wasserlösliches Stützmaterial mischen. Ein absoluter Traum für Ingenieure!

2. Der Elefant im Raum: Preis und Probleme

Wir müssen ehrlich sein: Der Prusa XL ist kein Plug-and-Play-Wunder wie viele moderne Konkurrenten. Gerade zum Release und in vielen YouTube-Tests zeigten sich Probleme mit Stringing (Fädenziehen) beim Werkzeugwechsel, verstopften Düsen und Firmware-Bugs.

Prusa ist bekannt dafür, seine Drucker über Jahre hinweg mit grandiosen Updates zu versorgen (Input Shaping und Phase Stepping wurden bereits nachgeliefert), aber für diesen hohen Preis erwarten viele Käufer eine Maschine, die vom ersten Tag an fehlerfrei läuft. Hier ist also noch etwas Bastel- und Optimierungswille gefragt.

Detailansicht der Prusa XL Druckköpfe Bis zu fünf unabhängige Druckköpfe parken auf der Rückseite und warten auf ihren Einsatz.

3. Massive Bauweise und segmentiertes Heizbett

Mit einem Bauraum von 360 x 360 x 360 mm ist der XL ein echtes Monster. Besonders smart: Das Heizbett besteht aus 16 kleinen, einzeln ansteuerbaren Kacheln. Druckst du nur ein kleines Objekt in der Mitte, heizt der Drucker auch nur diese eine Kachel auf. Das spart enorm viel Strom!

✅ Was uns gefällt:
  • Echtes Multi-Material (z.B. flexibel + hart in einem Druck)
  • Kein „Poop“ (Null Filament-Abfall beim Farbwechsel)
  • Riesiger Bauraum (360³ mm)
  • Segmentiertes Heizbett spart massiv Strom
❌ Was fehlt:
  • Extrem hoher Anschaffungspreis
  • Erfordert oft noch Feintuning und Kalibrierung
  • Nimmt extrem viel Platz auf dem Schreibtisch ein

Fazit: Für wen ist der Prusa XL?

Der Prusa XL ist kein Drucker für den Einsteiger oder den typischen Hobby-Maker, der einfach nur ein paar bunte Figuren drucken will – dafür ist er schlicht zu teuer und erfordert zu viel Einarbeitung. Er ist ein Arbeitsgerät für Profis, Ingenieure und Enthusiasten, die völlig unterschiedliche Materialien in einem Druckgang kombinieren müssen und keinen Filamentmüll produzieren wollen. Wer genau dieses Feature sucht, findet aktuell nichts Vergleichbares.

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Bildquelle: https://www.prusa3d.com/de/produkt/original-prusa-xl-3d-drucker-mit-5-druckkopfen/

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